Work in Progress: der ARSnova-Router

BYON: „Bring Your Own Network“ in den Hörsaal

Zielgröße 200 User: 5 Clicker-Koffer für 10.000 $ oder 1 ARSnova-Router für 300 €  (Foto: JLU)

Nach BYOD kommt jetzt BYON als Antwort auf das unzureichende oder instabile WLAN im Hörsaal. Selbst wenn laut IT-Service der Hochschule das Hörsaal-WLAN gut sei, vereitelt die massenhafte Nutzung von WhatsApp, YouTube & Co während der Vorlesung jeden noch so gut vorbereiteten Einsatz eines webbasierten Audience Response Systems. „Bring Your Own Device“ hat das Kosten-, Verteilungs- und Wartungs-Problem der Hardware-Clicker gelöst, „Bring Your Own Network“ wird das WLAN-Problem lösen.

Das ARSnova-Team wird seine Netzwerk- und Elektronik-Kenntnisse und das fraMediale-Preisgeld einsetzen, um ARSnova als „Software as a Service“ auf einem tragbaren Server in einem eigenen WLAN-Netzwerk – ohne Internet-Zugang! – im Hörsaal anzubieten. Umgesetzt wird das Projekt mit zwei High-Tech-Komponenten: einem Scheckkarten großen Ein-Platinen-Computer (Raspberry Pi oder ODROID-XU4) und einem leistungsfähigen mobilen WLAN-Router frisch von der letzten IFA-Ausstellung.

Zielgröße sind 200 gleichzeitige Nutzer/innen. Über einen stationären Access Point können sich in der Praxis maximal 50-70 Clients gleichzeitig mit dem Internet verbinden.

Die Kandidaten für den Zusammenbau:

Raspberry Pi 2 Model B im transparenten Gehäuse (Originalgröße entspricht einer Kreditkarte)
Futuristisch anmutender mobiler WLAN-Router von D-Link: AC 5300 Ultra

Die Vorteile des ARSnova-Routers:

  • Die Hardware des ARSnova-Routers kostet ca. 300 €, die Software ist Open Source und wird kostenlos zum Download angeboten. Im Gegensatz dazu kostet die kommerzielle Ausstattung mit 200 Hardware-Clickern in 5 Koffern ca. 10.000 $.
  • Keine Ablenkung der Studierenden durch Privatnutzung des Hörsaal-WLANs, da die Endgeräte der Studierenden mit dem ARSnova-Netzwerk verbunden sind und dort ausschließlich der ARSnova-Server ohne Internetzugang erreichbar ist.
  • Absoluter Datenschutz, da Dozent/in den eigenen Server mit der eigenen Datenhaltung mitbringt und wieder mit nimmt.
  • Keine Unsicherheit, ob das WLAN des Hörsaals oder das Mobilfunknetz verfügbar und stabil sein werden.
  • Keine Denial-of-Service-Ausfälle durch Video-Streaming, WhatsApp etc.

Die Nachteile:

  • Gerätetransport (Mini-Computer, mobiler WLAN-Router), aber: Alle Hardware-Komponenten passen in eine Beamer- oder Laptop-Seitentasche.
  • Außerhalb des Hörsaals können Studierende nicht abstimmen, das heißt, Vorbereitungsaufgaben können in der Session mit den Hörsaalfragen nicht zuhause bearbeitet werden. Empfehlung: Vorbereitungssession auf arsnova.voting und Hörsaalsession auf dem eigenen Server.

Voraussichtlicher Liefertermin:  Ende 2017

2 Kommentare zu “Work in Progress: der ARSnova-Router

  1. Ich würde gerne das System mit personenbezogenem Antworttracking im schulischen Kontext in Hessen über ein komplettes Halbjahreinsetzen. Raspi und mobiler WLAN-Router sind vorhanden. Ich teste gerne und gebe Feedback.

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