»THM.cards«

THM.cards ist unsere mobile webbasierte Lernkartei-Plattform, entwickelt als Open Source Software im Kontext des ARSnova-Projekts der THM. Informationen zur Methode des Kartenlernens sind unter https://thm.cards/learning zu finden und eine Einführung in die digitalen Kartenformate unter https://thm.cards/demo (einfach mit der Leertaste durchklicken). THM.cards ist die Lehr- und Lernplattform in unserem Langzeitprojekt: »Digital gegen das Bulimie-Lernen: Quizzen im Hörsaal, Podcasts zu Hause und für unterwegs«.

Mobile Learning: Optimiert für das Lernen unterwegs

THM.cards wurde für das Mobile Learning entworfen: Die App wird zum Lernen überwiegend auf dem Smartphone genutzt. Das setzt besondere designtechnische Anforderungen an »Usability = Ease of Use« und »User Ex­pe­ri­ence = Joy of Use«: Daumenbedienung, Ein-Klick-Navigation zu den Use Cases, Vollbild im Smartphone-Browser, Textskalierung.

Technik

THM.cards ist eine Progressive Web App (PWA), heißt, sie fühlt sich an wie eine native App aus dem Store: Man kann sie aus dem Browser heraus zum Startbildschirm hinzufügen. Sie startet so schnell wie eine native App und zeigt sich ohne Browser-Rahmen. Aktiviert man die Benach­rich­tigungs­funk­tion von THM.cards, wird man zuverlässig um 8.00 Uhr auf dem Smartphone ans Lernen erinnert.

Logo des .cards-projekts

THM.cards basiert auf 🍅cards (die Tomate im Logo steht für die auf der Plattform implementierte Pomodoro-Technik) und ist Open-Source-Software unter der GNU GPL. Quellcode auf GitHub.

Eine Lernplattform, die ihren Namen verdient

Für Studierende an der THM sind die folgenden Repetitorien, Glossare und Lernkarteien zu Modulen im Studiengang Informatik auf THM.cards frei verfügbar (Login mit THM-Account):

ModulKarteitypKartenVersionLink
DatenbanksystemeRepetitorium208SoSe 2018Zur Kartei
ECMAScript-ApplikationenLerneinheit15WiSe 2017/2018Zur Kartei
Statistik und DatenanalyseLerneinheit121WiSe 2018/2019Zur Kartei
Lineare AlgebraLerneinheit40SoSe 2019Zur Kartei
Open-Source-Programmierwerkzeuge Repetitorium133WiSe 2018/2019Zur Kartei
ProjektmanagementGlossar58WiSe 2018/2019Zur Kartei
Automaten und formale SprachenGlossar20WiSe 2018/2019Zur Kartei
Webbasierte SystemeRepetitorium690SoSe 2019Zur Kartei
Technisches EnglischRepetitoriumWiSe 2019/2020in Kürze
IT-SicherheitRepetitoriumWiSe 2019/2020in Kürze

Klickt man auf die Wolke auf der Startseite von THM.cards, so zeigen sich Dutzende weiterer Karteien und Repetitorien zu Themen aus Modulen des Informatik-Studiengangs: »Best of  🍅cards«. Hier eine kleine Auswahl an Themen:

ThemaKarteitypKartenErstelltLink
JavaAufgaben38014.10.2018Zur Kartei
PapyrusGlossar1519.03.2019Zur Kartei
Chrome Dev ToolsPrüfung2401.03.2019Zur Kartei
HTML & MarkdeepRepetitorium24422.08.2018Zur Kartei
UMLRepetitorium12913.07.2019Zur Kartei
User Experience (UX/UI Tweaks)Zielerreichung3906.12.2019Zur Kartei
CSS & SassRepetitorium27307.10.2018Zur Kartei
ECMAScriptRepetitorium11506.07.2018Zur Kartei
GitAnweisungen4418.05.2018Zur Kartei
GitLabPrüfung3312.08.2017Zur Kartei
A11YRepetitorium8004.01.2020Zur Kartei

Linux.cards: Lernen für die LPI-Prüfungen

Auf Lern-, Glossar-, Anweisungs- und Prüfungskarten wird der Inhalt der deutschsprachigen Schulungsunterlagen von tuxcademy.org vermittelt. Zielgruppe dieser 🍅cards-Instanz sind sowohl Linux-Einsteiger/innen als auch Fortgeschrittene.

Bisher wurden die PDF-Quellen von tuxcademy (ca. 900 Seiten) zur Vorbereitung auf die LPI-Zertifizierungsprüfungen »Linux Essentials«, »LPIC-101« und »LPIC-102« ins Kartenformat überführt und in mehreren Kursen an der THM eingesetzt. Die Karteien sind mit den folgenden Links nach Anmeldung an Linux.cards direkt aufrufbar:

»frag.jetzt«

Im Gespräch mit Malte Persike – am Rande seiner Keynote an der Uni Marburg im Februar dieses Jahres – hatten wir beschlossen, ein Open-Source-Pendant zu Pigeonhole Live und Slido zu entwickeln. Es sollte DSGVO-konform, barrierefrei nach WCAG 2.1 AA und didaktisch fundiert sein. Jetzt ist es soweit: Das Team hat die Kommentarfunktion der kommenden ARSnova-Version 3.0 in einer eigenständigen App verpackt: »frag.jetzt«. Der Name der WebApp ist zugleich ihre Adresse: https://frag.jetzt

Features

  • Das Fragen-Board ist live moderierbar (Whitelist/Blacklist).
  • Die von der Lehrperson in Vollansicht am Beamer besprochene Frage wird auf allen Endgeräten der Teilnehmenden hervorgehoben, um die Aufmerksamkeit zu fokussieren.
  • Die Lehrperson kann Bonuspunkte für besonders interessante Fragen vergeben. Die Fragensteller/innen bleiben für das Auditorium stets anonym.

Die Einführung (Link in der Fußleiste der App) beschreibt die Einsatz-Szenarien und Good Practices. Das Poster erklärt die Bedeutung der Buttons und Icons:


Am »Tag des digital gestützten Lehrens und Lernens« am 26. September 2019 an der THM bieten wir zu »frag.jetzt« einen Workshop an:

»Wie bringe ich Studierende dazu, im Hörsaal Fragen zu stellen?«

Die klassische Vorlesung endet in der Regel mit: »Haben Sie Fragen?«. Und stets meldet sich niemand oder es fragen immer dieselben wenigen. Entweder traut sich im großen Hörsaal niemand oder die Fragen, die man im Verlauf der Vorlesung eigentlich stellen wollte, sind vergessen. Wem daran liegt, dass seine Vorlesungsinhalte reflektiert und hinterfragt werden, braucht ein Tool zum anonymen stillen Fragenstellen. Ein solches Tool steht mit »frag.jetzt« kostenlos zur freien Verfügung.

Gibt es Bedenken? Ist das Tool barrierefrei, datenschutzkonform, sofort ohne Einarbeitung und ohne technisches Verständnis mit jedem Endgerät nutzbar? Dreimal ja. Wenn ich »frag.jetzt« anonym und ohne soziale Kontrolle verwenden lasse, lade ich dann nicht auch zum Missbrauch ein? Nein, denn die Fragenliste kann von einer Hilfskraft live moderiert werden: Nur vorlesungsadäquate Fragen verbleiben in der Fragenliste.

Aber ich kann doch nicht alle Fragen in den letzten zehn Minuten meiner Vorlesung beantworten. Klar. Hier kommt der kollektive Tool-Aspekt zum Tragen: Jeder im Auditorium kann jede Frage bewerten, neudeutsch: up oder down voten. Die vom Auditorium am höchsten bewerteten Fragen können Sie sofort beantworten, die anderen, wenn Sie es wollen, im Kursforum der Lernplattform.

Der Workshop wird Ihnen alle Features der Web-App »frag.jetzt« demonstrieren. Sie können diese sofort gemeinschaftlich testen. Anschließend diskutieren wir die didaktischen Einsatz-Szenarien.

ARSnova-Workshop an der Uni Wien

Am Montag, den 13. Mai 2019 findet eine ARSnova-Schulung an der Uni Wien mit folgender Agenda statt:

Neues Release 2.7

Mit dem Release 2.7 werden weitere Datenschutz-Features gemäß der Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) – insbesondere das „Recht auf Vergessenwerden“ – implementiert:

  • Nutzer/innen von ARSnova können ihren Account über die Oberfläche jederzeit selbst vollständig und unwiderruflich löschen. Diese Option ist über das Zahnrad-Icon in der Fußleiste der App erreichbar.
  • Das Löschen des Accounts löscht alle zugehörigen ARSnova-Sessions.
  • Die Daten, die der Kontoinhaber in fremden Sessions hinterlassen hat (Zwischenfragen, Antworten auf offene Fragen), werden anonymisiert.
  • Accounts ohne Aktivität seitens des Kontoinhabers werden nach einer konfigurierbaren Anzahl an Tagen automatisch gelöscht.
  • Ein Admin kann beliebige Accounts und einzelne Sessions löschen.

Alle Änderungen finden Sie im Changelog auf GitHub beschrieben:

Wiener Lecture

„Die interaktive Vorlesung: Formatives Assessment und Feedback mit Student-Response-Systemen“

Der Vortrag am Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien zeigt, wie man eine Vorlesung mit aktivierenden digitalen Elementen anreichert und in neue digitale Lehr- und Lernformen integriert – für mehr Interaktion und Partizipation im Hörsaal. Im Fokus steht der Rückkanal, den das Audience-Response-System ARSnova (https://arsnova.eu) zwischen dem Auditorium und der Lehrperson ermöglicht: Studierende können mit ihrem Smartphone Verständnisfragen beantworten und Feedback geben entlang einer Zeitskala vom Vorabend der Vorlesung (Lehrstrategie „Just-in-Time Teaching“), während der Vorlesung (Lehr-/Lernmethode „Peer Instruction“) und spontan während des Vortragens per Live-Feedback und Zwischenfragen. Zeitskaliertes Feedback und Assessment unterstützten formativ den lernendenzentrierten Unterricht: Die Lehrperson kann Inhalt und Tempo ihrer Vorlesung dem tatsächlichen und aktuellen Verständnis des Auditoriums anpassen. Der Vortrag fasst die evidenzbasierten Studien zum Einsatz von Audience-Response-Systemen in der Lehre zusammen und vermittelt didaktische Erfahrungen mit ARSnova aus Lehr- und Lernprojekten.

PDF-Folien des Vortrags (56 MB)

ARSnova Europa, Hessen, Uni …

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, welche der zahlreichen ARSnova-Installationen man gerade aufgerufen hat, zum Beispiel über einen Google-Treffer, haben wir unseren allgemein zur Verfügung gestellten Europa-Server arsnova.eu entsprechend eingefärbt. Der hauseigene Hessen-Server  arsnova.hessen.de meldet sich mit dem Landeswappen, dem roten Löwen; der Uni-Server mit dem Logo der Uni.

Wir hoffen, dass jetzt keine Session mehr „verloren“ geht, weil man sich vielleicht verlaufen hat.

ARSnova auf der fraMediale 2018

Auf der Bildungs- und Medienmesse fraMediale 2018 am 19. September an der Frankfurt University of Applied Sciences ist das ARSnova-Entwicklerteam mit seinen drei Teilprojekten als Aussteller präsent:

Wenn Sie sich für digital gestütztes Lehren und Lernen interessieren, kommen Sie vorbei! Wir informieren Sie gern über alle drei Apps – didaktisch und technisch. Im Mittelpunkt wird die Entwicklung unserer neuen Lernkartei-App arsnova.cards stehen:

Die Open-Source-App arsnova.cards ist nicht nur eine Lernkartei-App wie Quizlet oder SuperMemo, sie unterstützt mit multimedialen Karten auch das Mitschreiben in Vorlesungen und eine Bonusvergabe für kontinuierliches Lernen. Die App ist eine vorlesungsbegleitende persönliche Lernumgebung, ein virtueller Ort, wo Lernzeit mit kognitiven Tätigkeiten, wie Mitschreiben, Nachbearbeiten, Lernkarten erstellen, Lernfragen wiederholt beantworten, intensiv verbracht wird — im Gegensatz zu sogenannten Lernplattformen wie Moodle oder ILIAS, die in praxi nur als Verteilungsplattformen dienen.

In der Widmung „informatik.cards“ füllen wir die Lernkartei-App derzeit mit Lernkarteien für alle Pflichtmodule des Bachelor-Studiengangs Informatik an der THM. Schauen Sie sich die Demo-Kartei auf der Startseite einmal an.

R/exams again

Wir hatten schon vor gut drei Jahren auf die ARSnova-Anbindung von R/exams hingewiesen. Jetzt hat der Statistik-Kollege Achim Zeileis von der Universität Innsbruck, der ersten Uni, die bereits im Jahr 2014 ARSnova hausintern installierte, einen weiteren inspirierenden Vortrag darüber gehalten:

Die Folien und weitere Informationen zu R/exams findet man in seinem Blog.

Ausschnitt mit ARSnova-Publikumsfragen aus der Keynote von Achim Zeileis auf der eRum 2018 ((European R Users Meeting)) in Budapest

R/exams ist sicherlich ein Kandidat für den Tool-Pool des geplanten Verbundprojekts „Hessische Plattform für digitales Lehren und Lernen“, in ein paar Monaten mehr…

Teaser für Audience-Response-Systeme

vom geschätzten Kollegen Malte Persike:

Auch wenn er (noch) nicht unser ARSnova verwendet, vermittelt sein Video einige wichtige Praxis-Erkenntnisse: So lassen sich grundsätzlich drei Kategorien von ARS-Fragen unterscheiden:

  1. Wissensfragen (klassisch Multiple Choice)
  2. Kompetenzfragen (lösen eine Handlung der Studierenden aus, z. B. das Lösen einer Physik- oder Matheaufgabe)
  3. Branching-Fragen (spannend, da die Studierenden den inhaltlichen Verlauf der Veranstaltung aktiv mitbestimmen können)

Des Weiteren die Erfahrung, dass der ARS-Einsatz alle 15-20 Minuten zu einer Rhythmisierung (Taktung) der Vorlesung in Sinneinheiten führt.

Und zuletzt noch ein didaktisches Bonbon bei der Live-Auswertung einer ARS-Befragung, die 75|25-Regel: Richtige Antwortoptionen, die von weniger als 75 % der Zuhörenden als richtig erkannt wurden, und falsche Antwortoptionen, die von mehr als 25 % fälschlicherweise als richtig markiert wurden, sollten noch einmal aufgegriffen und erläutert werden. Diese Regel sollten wir in ARSnova-Antwortdiagrammen visualisieren: eine horizontale Linie bei 75 % und eine bei 25 %. Dazu noch eine optische Hervorhebung derjenigen Antwortoptionen und -balken, die nach der 75|25-Regel noch einmal besprochen werden sollten.

Malte Persike hat alles Wichtige zu Audience-Response-Systemen in der Lehre im E-Book „HFD Winter School“ (S. 62-67) zusammengefasst: